ERKLÄRUNG ZUR ZUSAMMENARBEIT MIT SINTI UND ROMA

EKD-Rat veröffentlichte Erklärung zur Zusammenarbeit mit Sinti und Roma (29. Januar 2023) Seit mehr als 600 Jahren leben Sinti mitten unter uns, vor 40 Jahren wurde der Zentralrat deutscher Sinti und Roma gegründet und dieses Gründungsjubiläum wurde zum Anlass für eine Erklärung der EKD und ein Schuldeingeständnis: „Die Evangelische Kirche hat an vielen Stellen in der Geschichte Schuld auf sich geladen. Sie war daran beteiligt, Menschen zu verraten und der Verfolgung und Vernichtung auszuliefern“, sagte die EKD-Ratsvorsitzende Annette Kuschus und betont, es sei wichtig sich mit dieser bis in die Gegenwart reichende Schuldgeschichte der Kirchen auseinanderzusetzen. Kurschus: Wir müssen uns mit dieser Schuldgeschichte der Kirchen auseinandersetzen – EKD



Projektmitarbeiter*in:
„Mutter-Kind-Zentrum für Roma-Familien“

Die Bürgerstiftung sucht einen Projektmitarbeiter (m/w/d) für das Projekt „Mutter-Kind-Zentrum für Roma-Familien“ in Teilzeit 60 % (24 Wochenstunden), befristet auf zwei Jahre. Alle Infos in der Stellenausschreibung.



Sinti und Roma bleiben das Ziel von Diskriminierung

Ausgrenzung, Beleidigungen und körperliche Gewalt – in 621 Fällen richtete sich antiziganistische Gewalt im Jahr 2022 gegen Mitglieder der Minderheit. Diese Zahlen legte die Melde- und Informationsstelle Antiziganismus (MIA) am 18. September 2023 vor. Unter www.antiziganismus-melden.de findet sich der ganze Bericht. Eine Zusammenfassung bietet die Tagesschau.


„Einmischung ist 
die einzige Möglichkeit,
realistisch zu bleiben.“


|| Heinrich Böll



6. bis 21. April 2024 || STUTTGART

Im April veranstaltet das Theater am Olgaeck das Roma-Tag-Festival in Stuttgart. Europas größtes Roma Festival präsentiert die vielfältige Romakultur mit Konzerten, Lesungen, Filmen, Theater, Tanz und vielen Begegnungen – mit dem Ziel auf die Situation von Sinti und Roma aufmerksam zu machen und als bewussten Beitrag gegen Rassismus, Hass und Rechtspopulismus in unserer Gesellschaft.
Der 8. April ist der Internationale Roma-Tag, um 18:45 findet eine öffentliche Kundgebung und Gedenkveranstaltung auf dem Karlsplatz am Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Stuttgart statt.
Das Programm Einladung Roma-Tag Festival 2024



14. April 2024 || Stuttgart

"Wir sind hier! – Sinti und Roma unter uns" – das ist der Titel eines Dokumentarfilms. Und es ist die Antwort der größten Minderheit Europas auf den Versuch der Nationalsozialisten, sie auslöschen zu wollen. "Wir sind hier!" – Unter diesem Motto gedenken wir nicht nur der Verbrechen der Vergangenheit, sondern lernen die Menschen der Minderheit kennen, die mit uns leben.

Mit Film: "Wir sind hier! – Sinti und Roma unter uns", Dokumentarfilm 25 Min, 2023 (S. Adam/S. Stürmer) | Mit Musik: Akkordeon  (Michel Biehler) | Mit einem Blick in die Geschichte der Minderheit.   Herzliche Einladung!



9. Mai 2024 || Evangelischer Oberschwaben Tag

Frauen mit schwarzen Locken und goldenen Creolen, Geigen am Lagerfeuer, umherziehende Fremde und Kriminelle – so lassen sich ein paar der Bilder zusammenfassen, die viele Menschen im Kopf haben, wenn sie an "Zigeuner" denken. Woher die Klischees kommen, zeigt eine Präsentation über die Geschichte der größten nationalen Minderheit Europas. Und ein Film lässt junge Sinti und Roma in dem neuen Dokumentarfilm "Wir sind hier! Sinti und Roma unter uns" zu Wort kommen und nimmt uns mit in einen Austausch über unsere eigenen Vorurteile, Fragen… - mit einem Angehörigen der Minderheit.

Mit Silke Stürmer, Beauftragte für die Zusammenarbeit mit Sinti und Roma, Pfarrerin & Filmemacherin.
Wann? Donnerstag, 9. Mai 2024 | 13:15-14:15 Uhr
Wo? Dobelmühle 24, 88326 Aulendorf
Das Programm


in
memoriam



in memoriam



ELISABETH GUTTENBERGER
Nachdem die Nationalsozialisten Elisabeth als 18-Jährige ins Konzentrationslager Auschwitz deportierten, machte sie die junge Frau dort zu einer "Stimme aus Auschwitz": Elisabeth musste im sog. Hauptbuch die systematische Ermordung tausender Sinti und Roma dokumentieren – darunter die Morde vieler ihrer engsten Verwandten. Sie überlebte diese Hölle und verstarb am Morgen des 25. März 2024 im Alter von 98 Jahren. Ihre Stimme erhob sie auch bei den Auschwitzprozessen um die Mörder anzuklagen – lange ehe der Völkermord als solcher anerkannt wurde.
Artikel vom VDSR.BW



in memoriam



PAUL SCHNEISS
Paul Schneiss war vieles: lange Jahre Vorsitzender unseres Arbeitskreises, aber auch Freund, engagierter Kämpfer für Gerechtigkeit… Ein Nachruf von Andreas Hoffmann-Richter erinnert an ihn: Nachruf